Hier einige Aktivitäten / Ergebnisse des Fördervereines vom Dezember 2004 bis 12/2005:
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Seit Dezember 2003: Wir bereiten eine große Ausstellung in unserer sich im Aufbau befindlichen Dokumentations- und Begegnungsstätte vor.
Die Konzeption beinhaltet die folgenden drei Komplexe:

1. Konzentrationslager Barth (als Außenlager des KZ Ravensbrück)

2. Stalag-Luft I

3. Barth: Garnision und Rüstungsstandort

Dafür haben wir auch etwas Geld bekommen.

 

Januar 2005 - Mai 2005:
Während sich alle Welt in Barth mit den Sonnen- und Schattenseiten der 750-Jahrfeier herumschlägt, entsteht in aller Stille aber mit hohem Einsatz von wenigen Mitgliedern des Fördervereines das dritte Barther Museum, die Dokumentations- und Begegnungsstätte mit ihrer ersten Ausstellung.
Die Texte für die Tafeln in den 3 Räumen müssen entworfen, geschrieben, diskutiert, verändert, wieder geschrieben, korrigiert und ausgedruckt werden.

Auch die Fotos haben eine längere Prozedur hinter sich, ehe sie von der Arbeitsgruppe endgültig abgenickt und damit zur weiteren Bearbeitung freigegeben sind.

Nun kommt der Graphiker zum Zuge - wie viele Entwürfe der für jede Tafel macht, können wir nur ahnen.

Wen wundert es dann, dass der ursprünglich vorgesehene Termin 01.03.2005 für die Eröffnung der Ausstellung nun leider doch nicht gehalten werden kann.

Aber im Mai ist dann alles in Papier und Tüten. Wir informieren weiter.

Noch eine Mitteilung. Vom 11. bis zum 20. Mai 2005 wird die ehemalige Häftlingsfrau Ljudmila Muratowa in Barth und Rostock sein. Wir haben die heute Achtzigjährige und ihren Enkelsohn eingeladen, anlässlich des 60zigsten Jahrestages der Befreiung der Völker vom Hitlerfaschismus noch einmal an die Stätte ihres Leidens zu kommen. Sie wird auch mit Schülern über ihre Zeit im Konzentrationslager Ravensbrück und Barth sprechen und deren Fragen beantworten.

 

Was haben wir für die nächsten Wochen bis zum Mai 2005 noch vor:
Elke Engelmann und Helga Radau werden mit zwei Beiträgen über das KZ Barth, Stalag Luft I und Einzelschicksale Barther Juden in der NS-Zeit in der Chronik der Stadt zur 750-Jahrfeier vertreten sein.

Prof. Dr. Martin Albrecht und Helga Radau haben einen Aufsatz mit dem Titel "Aus der Geschichte des Stalag Luft I Barth" der in der Zeitschrift "Zeitgeschichte regional (Rostock)" Juli 2004 /8. Jahrgang, Heft 1, veröffentlicht.

Im 8. Jahrgang 2004, Heft1, erschien bereits ein 8-seitiger Artikel zur Geschichte des Stalag Luft I Barth: "Wir wachten eines Morgens auf, und die Wachen waren verschwunden."
Dort erschienen bereits Artikel von unserem Vorsitzenden des Vereins, Prof. Dr. Martin Albrecht (Heft 1/2002, s. 85-86) und von Helga Radau ein weiterer Beitrag (Heft 1/2001). Im Heft 2/2002, S. 112-114 veröffentlichte Elke Engelmann einen Beitrag "Gedenk- und Lehrpfad auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Barth - ein Anfang"

Zur Erinnerung an den Todesmarsch von Barth nach Ribnitz brachte die Ostsee-Zeitung einen Bericht über das Ende des Todesmarsches am 1. Mai 1945 in Ribnitz

Oktober 2005
Der Verein gab sich einen neuen Vorstand.

 

Am 18. Oktober 2005 wurde vom NDR-Fernsehen eine Dokumentation ausgestrahlt unter dem Titel:

"Gefangen im Barther Bodden"

Wenn amerikanische und britische Bomber während des Zweiten Weltkrieges ihre Angriffsziele in Mecklenburg, Berlin oder Stettin ansteuerten, dann flogen sie häufig durch den Korridor von der Ostsee kommend über die vorpommersche Stadt Barth. Hier waren nur kleine deutsche Luftabwehrstellungen zu erwarten, und auch die alliierten Flieger hielten sich auffallend zurück mit ihren Angriffen.
Denn: Am Stadtrand von Barth saßen etwa 9.000 alliierte Fliegeroffiziere in einem Gefangenenlager fest. Sie waren mit ihren Maschinen bei Einsätzen über deutschen Gebieten abgeschossen worden. Den Lageralltag konnten die Offiziere recht selbstständig gestalten, mit eigener Gefangenenleitung, Sport- und Kulturveranstaltungen, so erinnern sich ehemalige Lagerinsassen. Versorgt wurden sie vom Internationalen Roten Kreuz.

 

Dezember 2005
Am 12. Dezember 2005 verstarb unser Ehrenmitglied:

  Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth e.V.
      gedenkt seines Ehrenmitglieds