Dienstag, 30. Januar 2007  |  Barth und Umgebung

Ehrung am KZ-Mahnmal

Barth Mit dem Glockengeläut der Marienkirche begann am Sonnabend eine bewegende Kranzniederlegung am KZ-Mahnmal in der Barther Chausseestraße zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Das „Katharina-von-Hagenow-Gymnasium“ beteiligte sich, dazu Mitglieder des Fördervereins „Dokumentations- und Begegnungsstätte“, Pastorin Annemargret Pilgrim und die Bläsergruppe der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

Wir haben in den vergangenen Jahren immer an der Ehrung teilgenommen, aber erst seit dem letztem Jahr sind wir aktiv an der Mitgestaltung beteiligt“, sagte Lehrerin Christiane Schuldt vom Barther Gymnasium am Rande der Veranstaltung.

Die Gymnasiastin Annika Becker trug das Gedicht „In Memoriam“, das von einem ehemaligen KZ-Häftling verfasst wurde, vor. Auch der 19-jährige Abiturient Oliver Triebler, der an der Ehrung teilnahm, brachte seine Gedanken zum Tag zum Ausdruck. Der Schüler appellierte, sich der Vergangenheit und der begangenen Fehler zu erinnern. Niemand dürfe das unendliche Leid vergessen, das der Nationalsozialismus über die Menschen gebracht habe. Dr. Andreas Wagner vom Förderverein berichtete aus dem Leben von drei ehemaligen KZ-Häftlingen, die er selbst kennen gelernt hatte. Nach der Kranzniederlegung beendete Annemargret Pilgrim, Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Marien Barth, die Veranstaltung mit einem meditativen Gebet.

Am 3. Januar 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ ernannt, da an jenem Tag im Jahr 1945 Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreiten.

E.-M. H.

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