Dienstag, 10. Oktober 2006  |  Barth und Umgebung

 

KZ-Häftlinge bauten „Volksjäger“Anklicken = VergrößerungAnklicken = Vergrößerung

Die Besucher der Heinkel-Ausstellung
waren beeindruckt von der Fülle an
Informationen zur Barther Geschichte.

Foto: E.-M. H.

Barth Im Kulturhaus HdW wurde die Ausstellung „Der 'Volksjäger' Heinkel 162“ eröffnet. Sie dokumentiert auf 20 Tafeln die Produktion von Flugzeugen im 2. Weltkrieg, die von der Firma Heinkel auf dem ehemaligen Gelände des Fliegerhorstes in Barth hergestellt wurden. „Die Ausstellung befasst sich mit einem Teil der Barther Geschichte“, berichtete Hannelore Rabe, Vorsitzende des Vereins „Dokumentations- und Begegnungsstätte“. Die Heinkel-Ausstellung zeige auch, unter welchen Bedingungen das Unternehmen produzierte. Hannelore Rabe verwies auf die über tausend Häftlinge, die im Konzentrationslager Barth für den Heinkel-Konzern arbeiten mussten. Ernst Heinkel verlegte im Spätherbst 1943 die Flugzeugproduktion von Rostock in das Konzentrationslager nach Barth. „Bis 1945 arbeiteten rund 1500 KZ-Häftlinge im Standort Barth der Firma Heinkel für die Flugzeugproduktion“, informierte Dr. Martin Albrecht vom Verein „Dokumentations- und Begegnungsstätte“. Die Wanderausstellung bleibt für zwei Wochen im HdW.

E.-M. H.

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